UNISTER-Forscher arbeiten an besserer Verknüpfung von Geo-Daten

Halbzeit der internationalen Zusammenarbeit

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Dr. Andreas Both, Leiter Forschung und Entwicklung

Wie lange hat der Supermarkt geöffnet, den mir der Kartendienst auf dem Smartphone anzeigt? Und gibt es in diesem Supermarkt genau das Produkt, das ich haben will? Welche Gemälde stellt das bekannteste Museum in Leipzig aus?

Fakt ist: Geografische Daten gibt es im Internet von zahlreichen Kartenanbietern. Was fehlt, ist die Verknüpfung mit zusätzlichen Infrastrukturangaben, beispielsweise von kulturellen Institutionen, Gastronomie und Handel. Damit Verbraucher künftig noch einfacher und umfassender Informationen abrufen können, wurde das Forschungsprojekt „GeoKnow“ (zusammengesetzt aus „geographical“ und „knowledge“) initiiert, das von der Europäischen Union gefördert wird. Dr. Andreas Both, Bereichsleiter Forschung und Entwicklung bei UNISTER, und seine Mitarbeiter forschen seit Ende 2012 zusammen mit einem internationalen Team an dem auf drei Jahre angelegten Projekt.

Vier Mitarbeiter arbeiten neben ihrem Hauptgeschäft daran. Bei dem Forschungsprojekt kooperiert UNISTER mit sechs Partnern aus Industrie und Wissenschaft: Dem Datenbanken-Hersteller OpenLink Software aus Großbritannien, Ontos aus der Schweiz, Brox IT-Solutions aus Deutschland, dem „Athena Research and Innovation Centre“ aus Griechenland, dem Forschungs- und Entwicklungsinstitut Mihajlo Pupin aus Serbien sowie der weltweit anerkannten „Forschungsgruppe Agile Knowledge Engineering and Semantic Web“ vom Institut für Angewandte Informatik der Universität Leipzig. Die Forschungsgruppe der Leipziger Hochschule koordiniert das Projekt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir in solch einem großen internationalen Team forschen“, sagt Dr. Andreas Both und erklärt, dass die Big-Data- und Semantic-Web-Technologien nicht nur auf dem Papier entwickelt, sondern direkt in Implementierungen überführt werden. Da es dabei keine strikte Aufgabentrennung gibt und mehrere Entwickler der Forschungspartner von verschiedenen Blickpunkten aus jeweils an einem Aspekt arbeiten können, kommt das Projekt gut voran. „Die Verknüpfung von Datenbanken und Informationsquellen erfordert eine verbesserte Strukturierung und Bewertung, um auch in Zukunft im Wettbewerb der Internetanwendungen zu bestehen“, so Both weiter.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wird kein fertiges Produkt entstehen, sondern eine Technologieplattform, die Web-Nutzern, Unternehmen und Organisationen helfen soll, geografische und semantische Daten im Web zu finden, zu verwalten und zu verwerten. Anwendung wird dies vor allem im Reisebereich und bei standortbasierten Applikationen auf mobilen Geräten finden.

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