UNISTER wirft MDR-Verbraucherschutzmagazin Kampagnen-Journalismus und Verletzung journalistischer Sorgfaltspflicht vor

  • Umschau-Beitrag „Warum Reisevermittler Unister in den Negativschlagzeilen bleibt“ mit massiven Recherchefehlern und Falschaussagen
  • Juristische Schritte und Beschwerde beim Rundfunkrat in Vorbereitung

Mit Entsetzen reagiert UNISTER auf einen Beitrag des MDR-Verbrauchermagazins „Umschau“ von Dienstagabend.  Der Beitrag enthält massive inhaltliche Fehler. „Wir nehmen Kritik sehr ernst und stellen uns dieser konstruktiv. Dies war in diesem Beitrag aber erkennbar nicht beabsichtigt. Das war Kampagnenjournalismus, der in einem öffentlich-rechtlichen Sender nichts zu suchen haben sollte“, sagt Dirk Rogl, Direktor Kommunikation bei UNISTER Travel.

Dies war bereits in der Anmoderation erkennbar. So ist UNISTER derzeit nicht wegen „Steuerhinterziehung in besonders schwerem Fall und bandenmäßigen Computerbetrugs“  in den Schlagzeilen, wie es Moderatorin Ana Plasencia behauptete. Richtig ist vielmehr, dass bisher lediglich dem Verdacht möglicher Straftaten nachgegangen wurde, das Landgericht Leipzig jünst die bereits im Jahr 2013 durch die Generalstaatsanwaltschaft Dresden beantragten Anklagepunkte deutlich abgeschwächt, teils sogar zurückgewiesen hat.

UNISTER hatte darüber den MDR und  andere Medien in der vergangenen Woche umfassend informiert. Der MDR kommt seiner journalistischen Sorgfaltspflicht nicht nach und verstößt hier nun klar den journalistischen Pressekodex, der eine vorurteilsfreie Berichterstattung im Falle von Ermittlungsverfahren vorschreibt.

Falsch dargestellt ist auch der bedauerliche Fall des Kunden Armin M. aus Dresden, der UNISTER nach Einlösung eines gleich aus mehreren Gründen nicht gültigen Gutscheincodes auf die Zahlung von 75 Euro verklagte. Lediglich aus Kulanzgründen hatte UNISTER ein Anerkenntnisurteil akzeptiert und damit das Verfahren abgekürzt. „Im Fall von Herrn M. bedauern wir dies im Nachhinein“, sagt Rogl.  Gegen den in dem Beitrag öffentlich gemachten Vorwurf des Betrugs wird sich nun eine Dresdner Rechtsanwältin verantworten müssen.

Tendenziös sind zudem Berichte über den laufenden Hotelneubau der Travel24.com AG, die anders als im Beitrag dargestellt kein operativer Teil der UNISTER Group ist und von der MDR-Redaktion offenbar keine Gelegenheit zur Stellungnahme erhielt.  Weder wollte UNISTER, wie im Beitrag genannt, selbst ins Hotelgeschäft einsteigen noch hat sich das Unternehmen mehr als drei Mio. Euro aus einer Wandelanleihe der Travel24.com AG „abgezweigt“, wie es in dem Beitrag heißt. UNISTER und Travel24.com hatten auch zu diesem Thema mehrfach öffentlich Stellung bezogen.

Juristische Schritte und Beschwerde beim MDR Rundfunkrat

UNISTER sieht sich nun gezwungen gegen den Sender und die Autoren der privaten Produktionsfirma Level4Films juristische Schritte einzuleiten. Auch eine Beschwerde beim Rundfunkrat ist in Vorbereitung. „Wir sind gemeinhin sehr tolerant gegenüber kritischem Journalismus und sehen häufig von berechtigten Rechtsmitteln ab. Der MDR hat hier jedoch leider eine Grenze überschritten“, bedauert Kommunikationschef Rogl.

Zumindest über einen Fehler von Moderatorin Plasencia wird UNISTER hinwegsehen. Denn auch ihre Aussage über unseren Markenbotschafter Michael Ballack, es „vergeht fast kein Fernsehabend, an dem er nicht für das Leipziger Reiseportal Ab In Den Urlaub wirbt“, ist so nicht ganz korrekt. Denn seit der Pegida-Demonstration am Montag vergangener Woche wirbt Ab-In-Den-Urlaub.de im TV schwerpunktmäßig mit seiner politischen Kampagne #travelstatttrouble für mehr Toleranz und Völkerverständigung. Und das ohne Michael Ballack. „Diese Botschaft richtet sich übrigens ausdrücklich auch an das Sendegebiet des MDR“, betont Rogl. Der Sender hat bislang nicht über das Projekt berichtet.

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